Lebendiges Barbados

Shownotes

In der dritten Folge von „Urlaub zum Hören“ entdecken Sie die karibische Insel Barbados: Freuen Sie sich auf traumhafte Strände, türkisblaues Meer und die besondere Mischung aus karibischer Lebensfreude und britischem Kolonialflair. Lernen Sie die gastfreundlichen Bajans kennen, erkunden Sie die historische Hauptstadt Bridgetown, prächtige Herrenhäuser und traditionsreiche Rumdestillerien und erleben Sie Barbados von seiner wilden Seite an der rauen Nord- und Ostküste. Viel Spaß auf Ihrer akustischen Reise durch Barbados!

Text: Diddo Ramm
Audio: KI-generiert

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Urlaub zum Hören, dem Podcast von Meine Reise und FVW Travel Talk.

00:00:07: Jetzt nehmen wir Sie mit nach Barbados auf eine Insel voller karibischer Lebensfreude britischem Kolonialflair und ganz besonderen Menschen.

00:00:17: Lernen sie die gastfreundlichen Bajans kennen und entdecken sie historische Herrenhäuser, wilde Küsten und natürlich traumhafte Strände mit türkisblauem Meer.

00:00:27: Viel Spaß!

00:00:29: Das Barbados der Bajans Die östlichste aller Karibik-Inseln bietet eine Vielzahl besonderer Orte.

00:00:38: Ihre Bewohner, die Bajands aber sind ihr größter Schatz!

00:00:42: Hier präsentieren sie ihr Barbados und seine schönsten Seiten – denn die Insel hat weit mehr zu bieten als Sonne und Strand.

00:00:50: Wenn Barbados am frühen Morgen erwacht beginnt am Pebbles Beach in der Carlyle Bay ein ungewöhnliches Schauspiel Denn dann verwandelt sich ein kleines Stück des Strands in einen Pferdeschwimmbad.

00:01:02: Noch vor Sonnenaufgang führen Stallboschen und Trainer Rennpferde von der nahen Garrison Savannah ans Meer.

00:01:09: Im flachen Wasser werden die Tiere zunächst geführt und gelockert, anschließend schwimmen einige mit ihren Betreuern weiter hinaus.

00:01:17: Das Bad ist nicht als touristisches Spektakel gedacht sondern Teil von Training- und Regeneration.

00:01:23: Der Auftrieb des Wassers entlastet Beine und Gelenke während die Bewegung, Muskulatur und Kondition fordert.

00:01:30: Besonders bei beanspruchten oder verletzten Pferden gilt das Schwimmen als schonende Ergänzung zum Training.

00:01:36: Meist sind die Tiere zwischen fünf Uhr dreißig und sieben Uhr am Strand zu sehen.

00:01:41: Vor Ort bieten auch einige Locals an auf anderen Pferde – keinen Rennpferden, Fotos am Strand machen.

00:01:48: Viele nutzen diese Gelegenheit um ihr Instagram-Profil aufzufrischen.

00:01:52: Pferderennen haben an der Garrison Savanna seit Mitte des neunzehnten Jahrhundertstraditionen als britische Militärangehörige gegen Plantagenbesitzer antraten.

00:02:02: Wann genau das Baden der Rennpferde in der Carlyle Bay eingeführt wurde, ist dagegen nicht verlässlich dokumentiert – offizielle Quellen gibt es nicht!

00:02:10: Sicher ist, dass morgendliche Sea Bath eine seit langem gepflegte Trainingspraxis der Rernstelle und bietet heute eines der ikonischen Bilder von Barbados.

00:02:20: Eine alte Tradition lebt weiter.

00:02:24: Pferde, die morgens baden?

00:02:26: Wo kommen sie eigentlich her?

00:02:28: Im historischen Viertel Garrison Area von Bridgetown im Südwesten der Insel liegt ungefähr achthundert Meter entfernt vom Carlyle Bay mit der Garrison Savanna eine der ältesten Pferderennbahnen der Karibik.

00:02:43: Seit eighteenhundertfünfundvierzig werden auf dem ehemaligen Exerzieplatz Rennen ausgetragen.

00:02:49: Zu Beginn ließen britische Offiziere hier ihre Pferde gegeneinander antreten.

00:02:53: Seit Ninzehundertfünf organisiert der Barbados Turv Club einen echten Rennbetrieb.

00:02:59: Höhepunkt der Saison ist Anfang März, der seit Neunzehnhundertzweiundachtzig ausgetragene Barbados Gold Cup über Eintausend Achthundert Meter, der auch Pferden, Besitzer und Jockeys aus Nordamerika, Europa und der Karibik anzieht.

00:03:14: Zu den wichtigen Klassikern gehören zudem Barbados Ginis, Midsammer Creole Classic und Barbados Derby.

00:03:21: Eng mit der Rennbahn verbunden ist Trainer Richard Dean.

00:03:25: Bereits in dem Jahr aber im Jahr war er als Trainer eines Zweitplatzierten im Barbados derby aufgefallen.

00:03:31: Seinen ersten Klassikt-Sieg feierte er hier mit der Stute Mercedes in den Barbados Ginis.

00:03:37: In dem Jahr haben wir ihn mit Nostra Dassa dort gleich der zweite Sieg in Folge.

00:03:44: Heute zählt Dean zu den erfolgreichsten Trainern der Garrison Savanna.

00:03:48: Allein dieses Jahr gelangen ihm wieder zwei Siege, darunter mit Ultrasound – der prestigeträchtige Triumph im siebenundachtzigsten Barbados Derby!

00:03:57: Er gilt als einer der erfolgreichsten Trainer der Insel und erreichte seinen fünfundfünfzigsten Karriersieg eine Marke die seine jahrzehntelange Bedeutung für den Rennsport an der Garrisson Savanna verdeutlicht.

00:04:08: Auf einem seiner Pferde sitzt Neako Hante.

00:04:11: Hante ist ein regelmäßig eingesetzter Jockey und gilt als großes Talent, auch wenn ein Derby-Sieg oder ein großer internationaler Erfolg noch fehlt.

00:04:19: Racing ist ihr beiderleben!

00:04:22: Ein Fischmarkt

00:04:24: und

00:04:24: viele Fischer.

00:04:27: Der kleine Ort Eustens liegt ganz im Süden der Insel und gilt also das Herz der Fischerei auf Barbados.

00:04:34: Schon seit Jahrhunderten landen in der geschützten Bucht Fischer ihren Fang an.

00:04:38: Der erste eigens errichtete Fischmarkt wurde allerdings erst Eustins Fisheries Complex, mit Anlegesteck der so wichtigen Eisversorgung sowie Flächen zum Reinigen und Verkaufen des Fangs.

00:04:55: Im Berinder Coxfischmarkt wird der Fisch gleich vor Ort verarbeitet.

00:05:00: Semi arbeitet hier schon seit Jahren.

00:05:02: Mit Geschick nimmt er die Fische aus, filitiert und bereitet sie für Händler-, Restaurants- und Privatkunden vor.

00:05:09: Frisch ist hier wirklich frisch!

00:05:11: Typisch sind Flyingfish, Mahi-Mahi, Tunfisch, Marlin, Kingfish und Snapper.

00:05:18: Saisonal auch Barakuda und Lobster.

00:05:20: Die Fanggründe liegen je nach Boot unterschiedlich weit draußen.

00:05:24: Klassische Tagesboote fahren meist bis dreißig Meilen vor die Küste und kehren am selben Tag zurück.

00:05:30: Größere Eisboote – daher der wichtige Meilenstein der Eisversorgung Und Longliner können weit mehr als einhundert Meilen hinausfahren.

00:05:38: Einzelne sogar zweihundert meilen und mehr!

00:05:41: Auf dem Steg sind der einundsiebzigjährige Charles Innes und der seventy-vier- jährige Steven Bourne zu Hause.

00:05:48: Sie sind seit ihrem vierzehnten Lebensjahr Fischer, haben viel erlebt – und erzählen gern davon!

00:05:54: Der Anleger und der Fischmarkt sind authentisch des Barbados.

00:05:58: Berühmt ist Ostens aber noch viel mehr für seinen Freitagabend.

00:06:02: Dann beginnt in den benachbarten Bay Gardens gegen achtzehn Uhr der Ostens Fish Frye.

00:06:08: Bis kurz vor Mitternacht wird der Fang gegrillt und gebraten.

00:06:11: Begleitet von Musik, Tanz und dem geschäftigen Treiben eines der bekanntesten Treffpunkte der Insel.

00:06:19: Die besondere Seite von Barbados Harrison's Cave gehört zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen auf Barbados.

00:06:28: Der Grund liegt in der Entstehung der Insell.

00:06:30: Sie ist im Gegensatz zu den anderen karibischen Inseln nicht vulkanischen Ursprungs sondern besteht aus Kalk- und Sandsteinbänken, die von einer dicken Korallenkalkschicht bedeckt sind.

00:06:41: Dies wird in den Schluchten Gallis sichtbar.

00:06:44: im Insel Inneren in Sankt Thomas einem der elf Bezirke der Inse zieht sich ein rund zwei Komma drei Kilometer langes System Aus Kalksteinhöhlen durch den Untergrund Harrison's Cave zu sehen sind Stalaktiten und Stalagmieten Tropfsteinvorhänge natürliche Becken unterirdische Bäche und Wasserfälle.

00:07:03: Besonders markant ist die etwa fünfzehn Meter hohe Great Hall.

00:07:07: Und weil ständig Wasser durch den Kalksteinsikert gilt Harrison's Cave als lebende Höhle, ihre Formationen wachsen weiter.

00:07:15: Schriftlich erwähnt wurde die Höhlle bereits seventeenhundertfünfundneunzig.

00:07:19: Wegen der schwer zugänglichen natürlichen Eingänge blieb sie jedoch lange Zeit nur teilweise erforscht.

00:07:26: Erst Anfang der neunzehnhundersiebziger Jahre begann die systematische Erkundung.

00:07:43: An ausgewählten Punkten hält die Bahn.

00:08:00: Als Besucher darf man aussteigen, fotografieren und Tropfsteine- und kristallklare Becken aus nächster Nähe betrachten.

00:08:08: Wieder zurück an der Oberfläche zieht ein kleiner Zoo mit Papageien und anderen tropischen Vögeln die Aufmerksamkeit auf sich.

00:08:14: Wer es mag kann noch an einer Rumverkostung teilnehmen oder aber mit Julin einen Kochkurs machen!

00:08:25: St.

00:08:26: Nicholas Abbey liegt im Nordosten von Barbados und gibt einen Einblick in das frühere Leben auf einer Zuckerrohr-Plantage.

00:08:33: Mittelpunkt des rund vierhundert Hektar großen historischen Anwesens ist das um sixteenhundertfünfzig errichtete Great House, eines der wenigen erhaltenen Herrenhäuser im jacobinischen Stil.

00:08:46: Mit seinen geschwungenen Giebeln, Kaminen und alten Möbeln wirkt es fast wie ein Stück altes England – allerdings in den Tropen!

00:08:55: Auch wenn der Name anderes vermuten ließe, eine Abtei war St.

00:08:58: Nicholas Ebony –.

00:09:00: die Geschichte des Gutes ist eng mit dem Zuckeranbau, kolonialem Wohlstand und der Ausbeutung fassklarfter Menschen verbunden.

00:09:08: Daran erinnert heute auch ein eigener Remembrance Room.

00:09:12: Noch immer wird auf dem Gut Zuckerrohr verarbeitet!

00:09:15: In der kleinen Distillerie entsteht daraus hochpremierter Rum, dessen Herstellung bei Führungen erklärt wird.

00:09:21: Eine Verkostung gehört zum Besuch dazu.

00:09:25: Ein paar hundert Meter weiter findet sich ein weiteres Highlight, die St.

00:09:29: Nicholas Abbey Heritage Railway, die im Jahr two thousand eighteen fertiggestellt wurde.

00:09:34: Man löst einen Ticket und fährt mit einer historischen Dampflokk- und mehreren Personenwagen durch Zuckerrohrfelder, einem Mahagoniewald und an einem kleinen See vorbei.

00:09:45: Höhepunkt der rund einstündigen Bahnfahrt ist Cherry Tree Hill, mit einem beeindruckenden weiten Blick über die Felder und auf das Meer an der zerklüfteten Ostküste.

00:09:55: Die zum endlos weit erscheinenden Atlantik neigende Seite der Insel kennt nur sehr wenige Strände – und ist das raue Gegenstück zur Westküse.

00:10:05: Barbados Wege des Rums.

00:10:10: Rum wurde nicht von einer einzelnen Person erfunden … aber Barbados darf sich Geburtsort nennen!

00:10:17: Die Erfindung des Rums hängt eng mit der Zuckerevolution des siebzehnten Jahrhunderts zusammen.

00:10:22: In dieser Zeit veränderte sich die Karibik radikal.

00:10:25: Nachdem Englische Siedler, die Insel ab sixteenhundert zwanzig kolonisiert hatten, setzte sich in den sechzehnhundertvierziger Jahren der Zuckerrohranbau durch.

00:10:34: Grund war, dass der vormals angebaute Tabak nicht mit der Qualität des aus der nordamerikanischen Kolonie Virginia stammenden Tabaks mithalten konnte.

00:10:43: Es waren niederländische Händler, die ihr Wissen aus Brasilien mitbrachten und ganz Barbados mit Monokultur zu einem Zentrum der Zuckerproduktion wandelten.

00:10:52: Zeitgleich stieg in Europa der Konsum von Tee, Kaffee und Kakao.

00:10:57: Als Folge entstand eine Nachfrage nach süßenden Mitteln.

00:11:01: Beim Kochen des Zuckeroersaftes bleiben Schaum, Sirup- und später Melasse zurück – Stoffe, die sich vergären und destillieren lassen.

00:11:09: Daraus entsteht ein zunächst starker Schnaps!

00:11:12: Einer der frühesten Augenzeugen war der Engländer Richard Leagon, der von sixteenhundertsiebenundvierzig bis sechzehnhundertfünfzig auf Barbados lebte.

00:11:21: In seinem Sechzehntinhundertsebendfünftig veröffentlichten Bericht beschreibt er ein Getränk aus Rückständen der Zuckerproduktion namens Kill Devil.

00:11:30: Um sechzinhundert fünfzig erscheint auf Barbados auch das Wort Rum in schriftlichen Quellen – wer den ersten Rum brannte ist aber nicht bekannt!

00:11:39: Als die Plantagenbesitzer auf Monokultur umstellten, wichen kleine Bauernhöfe riesigen Plantagen.

00:11:45: Der Zuckerrohr-Ertrag stieg und als Folge gab es nun reichlich Rohstoff für Brennereien.

00:11:51: So entstand die berühmte Mount Gay Rum Distillery.

00:11:56: Sie gilt als älteste noch arbeitende Rumdistillerie der Welt.

00:12:00: Eine historische Distillery Tour mit anschließender Verkostung ist daher sehr interessant.

00:12:08: Ein Tier.

00:12:10: Ganz im Norden von Barbados, unter den Klippen von North Point in St.

00:12:15: Lucie öffnet sich die Animo Flower Cave zum Atlantik.

00:12:19: Entstanden ist die Meereshöhle durch die Kraft der Brandung und den Tiedenhub auf der Ostseite der Insel.

00:12:25: Über lange Zeit drangen Wellen in Risse- und Schwachstellen des Korallenkalks ein, lösten Gestein heraus.

00:12:37: Wie Guy Donn erklärt, verdankt die Höhle ihren Namen den sogenannten Animal Flowers.

00:12:42: Das sind keine Pflanzen sondern See-Anemonen, wirbelose Nesseltiere, deren Tentakel an Blütenblätter erinnern und die sich bei Gefahr zusammenziehen.

00:12:52: Heute gelangt man von oben hinein!

00:13:06: Als er mir eine Seeanemone in einem der kleinen Pools zeigt, diese mit einem Stab sanft berührt, verschwindet ihre Blüte sofort innerhalb des Tieres.

00:13:16: Besonders eindrucksvoll ist ein größeres Salzwasserbecken.

00:13:20: Drei Damen aus den USA haben sich perfekt vorbereitet.

00:13:23: Sie entkleiden sich bis auf ihre Badeanzüge und schwimmen in diesem vier mal fünf Meter kleinen unterirdischen Pool – das planchen Haltentlang der Wände!

00:13:33: Aber man kann hier nicht immer baden... Der Atlantik verändert den Pool je nach Jahreszeit.

00:13:38: Vor allem in den Wintermonaten treffen kräftige Wellen auf die Küste.

00:13:42: Wasser und Gischt können weit in die Höhle eindringen, sodass das Baden zeitweise aus Sicherheitsgründen ausfällt.

00:13:48: An ruhigeren Tagen ist das Wasser dagegen meist klar und still.

00:13:59: Zwei Kilometer nordöstlich von Harrison's Cave liegt mit dem Flower Forest Botanical Garden ein traumhaft schöner Waldgarten unter mächtigen Baumkronen.

00:14:09: Das rund einundzwanzig Hektar große Areal ist der größte botanische Garten der Insel, Ein alter Mahagoniewald durch den kleine meist schattige Wege führen.

00:14:20: Führer Shane erklärt mir die Namen der Pflanzen.

00:14:23: Er zeigt mir den Jadewein, eine seltene Kletterpflanze die in allen nur vorstellbaren Blautönen blüht.

00:14:30: Die tropische Pflanze namens Shampoo Ginger auf Deutsch Ingwa Shampoo ist gut für die Haare und fördert die Durchblutung der Kopfhaut.

00:14:38: Die Natur präsentiert hier ihre Art einer Apotheke.

00:14:42: so hilft Ingwa shampoo sogar gegen Schuppen.

00:14:45: Vor allem Mahagonibäume bestimmen das dichte Blätterdach.

00:14:49: Für diesen Ort sollte man sich ausreichend Zeit nehmen.

00:14:52: Die Augen geschlossen sind es zum einen die vielen Töne des Waldes, das Summen der Insekten dessen man gewahr wird.

00:15:01: Aber auch die Nase kommt nicht zu kurz.

00:15:03: Es duftet nach Vanille und so vielem mehr.

00:15:07: Musik verliebt auf eigene Art.

00:15:11: Die weltbekannte Sängerin Rihanna wurde zwar auf Barbados geboren Ihre Musik unterscheidet sich aber sehr vom deliebtesten Sound der Insel dem Soka.

00:15:21: Soka ist auf Barbados weit mehr als Partymusik.

00:15:24: Der schnelle, bassbetonte Beat gehört zum Lebensgefühl der Insel und prägt nicht nur das weltweit bekannte Crop-Over Festival – das jährlich im Juli stattfindende Erntedankfest mit seinen bunten Kostümen.

00:15:37: Entstanden ist Soka allerdings nicht auf Barbadoes sondern Anfang der Neunzehnhundertsiebzigerjahre in Trinidad und Tobago.

00:15:45: Der Calypso-Musiker Lord Shorty verband Calypso mit rhythmischen Einflüssen der indokaribischen Chattney Musik.

00:15:53: Später kamen Funk, Soul, Reggae, Dancehall und elektronische Clubmusik hinzu.

00:15:59: Auf Barbados entwickelte sich daraus eine besonders Druckvolle, tanzbare Spielart.

00:16:04: Einer ihrer bekanntesten Vertreter ist Peter Rumm, bürgerlich Peter Wiggins.

00:16:09: ihn treffe ich als sich einem Flyer-Folge und spät abends mit einem Taxi zu einem entlegenen Konzertsaal auf einer alten Plantage fahre.

00:16:19: Peter Rumm begann in den neunzehnhundertachtiger Jahren, als DJ – und wurde später Sänger & Songwriter.

00:16:25: Seine Texte greifen neben Feierlauna auch gesellschaftliche Themen auf.

00:16:30: Zum Klang gehört die Sprache!

00:16:33: Viele Bayerns, wie sich die Einwohner von Barbados nennen, sprechen neben Standardenglisch Bayern Eine englisch basierte kreolische Sprachform mit britischen sowie west- und zentralafrikanischen Einflüssen.

00:16:46: In Soka wird dieser Dialekt selbstverständlich eingesetzt, schnell, pointiert und voller lokaler Redewendungen.

00:16:53: So ist die Musik der hörbare Teil bayanischer Identität.

00:16:57: Der König der Windsurfer Brian Thalmer sieht man an dass er zu den prägendsten Figuren der Wassersportszene von Barbados gehört.

00:17:08: Ein atletischer Körper, sonnengebräunte Haut und ein Gesicht aus dem blaue Augenfunkel.

00:17:14: Aufgewachsen im Südosten der Insel in South Point verbrachte er seine Jugend mit Wellenreiten und Fischen.

00:17:20: Mit siebzehn entdeckte er das damals noch junge Windsurfen und machte daraus seinen Beruf.

00:17:26: Einerzeit eröffnete er nach dem Studium den The Action Surf Shop am Silver Sands Beach im Süden der Insell.

00:17:34: Als wäre dies nicht genug Startete er im gleichen Jahr für Barbados bei den olympischen Spielen in Seoul.

00:17:41: In deiner Zeit erneut in Barcelona.

00:17:43: Später fuhr er auf der PVA-Tour und gewann in die Winsurf Weltcups auf Barbados.

00:17:52: Barbados boomte, die internationale Szene wollte bei ihm surfen.

00:17:56: Doch dann kam Covid-IX – und die Gäste blieben notgedrungen weg!

00:18:01: Heute ist Thalmas Station Surfshop, Schule und Treffpunkt zugleich.

00:18:06: Anfänger lernen Balance, Aufstehen- und Boardkontrolle bevor es in kleine Wellen geht.

00:18:12: Barbados ist weltweit als ein Paradies für Surfer bekannt.

00:18:16: Die Insel eignet sich besonders weil sie die östlichste Allakaribikinseln ist und weit im Atlantik liegt.

00:18:22: Passatwinde treffen fast ungebremst auf die Küsten.

00:18:25: Die Dünnung des Atlantiks bringt vor allem an der Ostseite kräftige Wellen, während Süd- und Westküste geschützere Bereiche bieten.

00:18:33: Das ganzjährig warme Wasser erlaubt lange Einheiten.

00:18:37: Angeboten werden Wellen reiten, Windsurfen, Kitesurfen und Standup Paddling.

00:18:42: Für Talmar ist Surfen mehr als Sport.

00:18:45: Seine Beachculture versteht das Mehr als Sportplatz, Lebensraum und Mittelpunkt einer Gemeinschaft.

00:18:51: Für ihn sollte Barbados ein einziger großer Strand sein.

00:18:55: Ein Hügel für fast alles!

00:18:59: Hoch über dem südlicheren Inselinneren liegt die Gunhill Signal Station, einer der historischen Beobachtungsposten von Barbados.

00:19:08: Geit Kevin erläutert warum die britische Kolonialverwaltung die Anlage eighteenhundertachzehn in St George errichten ließ – zwei Jahre nach dem Sklavenaufstand von achtzehnhundertsechzehn.

00:19:19: Sie gehörte zu einem Netz von sechs Signalstationen, das sowohl der äußeren Verteidigung als auch der Kontrolle im Inselinnern diente.

00:19:28: Von der Anhöhe aus konnten Soldaten weite Teile der Süd- und Westküste überblicken – und ankommende Schiffe früh erkennen.

00:19:35: Besonders wichtig war die Station wenn sich feindliche Kriegsschiffe näherten oder Handelsschiffe sicher einliefen.

00:19:42: Meldungen wurden von Station zu Station weitergegeben und erreichten so rasch die militärischen Stützpunkte und Bridgetown.

00:19:50: Gleichzeitig dienten die Posten bei Unruhen als Sammelpunkte der Miliz.

00:19:56: Gun Hill übernahm zudem Zivileaufgaben, hier wurden Hurricane-Warnungen verbreitet, Zeitzeichen gegeben und Nachrichten für den Kolonialen Verwaltungsrat übermittelt.

00:20:06: Bei Epidemin konnte der hochgelegene Posten sogar als Rückzugsort für Soldatendienen.

00:20:12: Heute erinnert die restaurierte Anlage daran, wie Seefahrt, Kommunikation und Verteidigung vor der Zeit des Internets organisiert wurden.

00:20:22: Jahrhundertealte Kirche und Gemälde.

00:20:27: Die St George Parish Church im südöstlichen Inselinneren gehört zu den ältesten erhaltenen Kirchenbauten der Insel.

00:20:35: Nachdem ein Hurricain, den Vorgängerbau zerstört hatte, entstand die heutige Kirche aus Korallenstein geprägt von georganischer Architektur mit einzelnen gotischen Elementen.

00:20:49: Auf dem Weg zur Kirche treffe ich den Küster – er schließt mir auf!

00:20:54: Ihr bedeutendster Kunstschatz hängt hinter dem Altar Benjamin Wests rund eins Komma fünfmal zwei Komma Eins Meter großes Gemälde Rise to Power, das die Auferstehung Christi zeigt.

00:21:06: West später Präsident der Londoner Royal Academy und Hofmaler König Georg der Dritte schuf das Werk im Auftrag des Plantagenbesitzers und Politikas Henry Freyre.

00:21:16: Siebzehnhundertsechsund Achtzig wurde es in der Royal Academy ausgestellt.

00:21:22: Wegen eines Streits zwischen Freyer und dem damaligen Pfarrer John Carter gelangte es jedoch zunächst nicht in die Kirche, sondern lagerte mehr als drei Jahrzehnte auf der Lower Estate Plantation.

00:21:34: Erst eighteenhundertzwanzig erhielt es seinen Platz über dem Altar.

00:21:38: Die Geschichte ein versteckter Dieb habe sich vom Blick Christi verfolgt gefühlt und dabei ein Auge des Bildes beschädigt gehört zur lokalen Überlieferung.

00:21:47: Bemerkenswert sind außerdem die Glasmalereien – einen Teil der farbigen Fenster stiftete die Familie Pyle von der Brighton Plantation.

00:21:56: Weitere kamen später als Erinnerungsstiftungen für Gemeindemitglieder hinzu.

00:22:01: Ihre biblischen Motive und kräftigen Farben setzen einen bewussten Kontrast zu den hellen korallen Steinwänden, dem dunklen Holz des Kirchenraums – die Insel der Kirchen!

00:22:15: Fast alle elf Bezirke, Parishes genannt, der Insel sind nach Heiligen benannt.

00:22:20: noch imposanter ist die Zahl der Kirche.

00:22:23: Fast vierhundert Kirchen mit mehr als fünfzig Glaubensrichtungen kommen auf rund dreihunderttausend Einwohner.

00:22:31: Der Glaube spielt eine große Rolle im Leben der Bayanern, so auch in der Gemeinde der Collymor Rock Church of the Nazarene.

00:22:40: Jeder ist willkommen!

00:22:42: Eine so lebendige Kirche wo in den Bankreihen geredet und gelacht wird erlebt man selten – das Publikum ist bunt gekleidet Nicht schrill, sondern mit Stil.

00:22:54: Die Kirche ist Treffpunkt bis schließlich Keyboard und Schlagzeug erklingen.

00:23:00: Der Gospelchor der Kirche erhebt die Stimmen kräftig und vielstimmig.

00:23:05: Nach nur wenigen Takten steht ein Teil der Gemeinde sowie auch der Gast.

00:23:11: Hände klatschen Körper wiegen sich im Takt Aus den Reihen kommen Zurufe zur Predigt Ein Lächeln geht durch die Reihen Der Pastor spricht und scherzt, nicht in einen stillen Raum.

00:23:24: Die Gemeinde antwortet ihm mit Armen, Gesang und sichtbarer Zustimmung.

00:23:31: Mal wird die Musik leiser – fast andächtig.

00:23:34: Dann schwillt sie wieder an!

00:23:36: Der Gospelchor könnte im Fernsehen auftreten.

00:23:40: So gut und professionell klingt alles.

00:23:43: Zwei Stunden vergehen im Nu Und es ist ein Erlebnis nicht nur für die, die Kirche von anderswo kennen.

00:23:52: Treffpunkt Farmers Market.

00:23:56: Schon früh am Sonntag ist auf der Brighton Plantation im Inselinneren sehr viel los.

00:24:02: Unter alten Bäumen bauen Händler ihre Stände auf.

00:24:05: Der große Parkplatz auf einer Wiese fühlt sich immer mehr Bananen, Papayas, Kräuter und Gemüse aus heimischem Anbau liegen neben Brot, Gewürzen und Säften.

00:24:16: Aber es gibt auch Bücher und diversen Krimskrams.

00:24:19: Dazwischen wird gefrühstückt, geplaudert und probiert.

00:24:23: Eine Gruppe junger Leute betreibt eine Coffeebar die in keiner Großstadt schöner sein könnte.

00:24:29: Der Brighton Farmers Market ist keine touristische Attraktion sondern ein Treffpunkt der Insel.

00:24:34: Ihnen sollte man nicht verpassen.

00:24:36: Familien begrüßen Bekannte Kinder laufen über das Gelände Und wer mit einem Kaffee in der Hand stehen bleibt entdeckt eine weitere Facette einen ungefilterten Eindruck von einem typischen Sonntag auf dem Lande.

00:24:49: Neben ökologisch erstellten Lebensmitteln stellen zwei junge Bayerns ihr neues Kinderbuch über das Leben oft genau diesem Land vor, natürlich auch als App mit wunderschönen Illustrationen.

00:24:59: Der Illustrator sitzt eher unscheinbar auch mit am Stand.

00:25:03: Barbados ist facettenreich, Barbados isst mehr als nur Strand!

00:25:08: Die reichhaltige Kulinarik der Karibik.

00:25:13: Die Küche von Barbados ist stark historisch geprägt.

00:25:16: Mit dem Ausbau der Zuckerplantagen im siebzehnten Jahrhundert kamen durch versklavte Menschen aus Westafrika auch neue Nahrungsmittel und Anbaumethoden auf die Insel.

00:25:26: Okra, ein Gemüse aus Ostafrika, ist spätestens im achzehntem Jahrhundert belegt.

00:25:31: Die stärkereiche Wurzelknolle Jams, Erbsen und anderes gaben nötige Energie.

00:25:40: Man jog dagegen, stammte aus dem tropischen Südamerika und scheint auf die niederländischen Händler zurückzugehen.

00:25:46: Die Brotfrucht wurde in die Britische Karibe gebracht und sollte fortan als ertragreiches Grundnahrungsmittel dienen.

00:25:56: Auch die Fischküche erklärt sich aus der Lage der Insel.

00:26:00: Während die Nord- und Ostküste dem offenen Atlantik ausgesetzt sind, liegt die Westküfte am Karibischen Meer.

00:26:08: Im Süden treffen die Einflüsse von Atlantik und Karibisch mehr aufeinander.

00:26:13: Gefangen werden vor allem Flyingfish, Mahi-Mahi, Thunfisch, Wahu und Malin.

00:26:20: Snapper und andere Rifffische stammen dagegen aus küstennahen Zonen.

00:26:24: Der Flying Fish ist der wichtigste Speisefisch der Insel.

00:26:28: Er isst kein typischer Karibickriff Fisch sondern ein freischwimmender Fisch des offenen Meeres.

00:26:35: Die barbadische Fischerei ist wegen des sehr kleinen Inselsockels ungewöhnlich stark auf Hochseefischer ausgerichtet.

00:26:42: Die Fischer von Eustins sind manchmal drei Wochen oder länger unterwegs.

00:26:46: Bei Fleisch dominieren Schwein und Huhn, das Nationalgericht Pudding & Sauce verbindet gepökeltes Schweinefleisch mit Süßkartoffeln.

00:26:55: Typisch sind außerdem Thymian, Frühlingszwiebeln, Chili- und Limette.

00:27:01: Kennzeichnend ist die Verbindung afrikanischer, britischer und karibischer Ernährungstraditionen.

00:27:08: Drei besondere Restaurants Das ZEMI East Coast Café liegt oberhalb von Bath Shiba an der rauen Atlantikküste von Barbados.

00:27:19: Köchin Stephanie verbindet karibische Aromen mit internationalen Einflüssen und verarbeitet bevorzugt regionale Zutaten.

00:27:27: Dazu gehört Kalalu Ein in der Karibik verbreitetes Blattgemüse bzw.

00:27:31: ein daraus zubereitetes Gericht.

00:27:34: Je nach Insel werden dafür Amaranth oder Daschienblätter verwendet, die geschmacklich an kräftigen Spinat erinnern und etwa für Suppen- oder Eintöpfe verwendete werden.

00:27:43: Auf der ZEMI Karte findet sich Kalalu beispielsweise als Suppe.

00:27:48: Daneben stehen Fisch, lokale Oktopus, Krabben, Thunfisch sowie Beilagen aus Brotfrucht und anderen Inselprodukten.

00:27:56: Brotfrucht ist eine stärkerhaltige tropische Frucht, die gekocht, gebraten oder püriert ähnlich wie Kartoffeln verwendet wird.

00:28:03: So greift die Küche Produkte auf, die in Barbados und der übrigen Karibik seit Generationen zur Alltagsküche gehören.

00:28:10: Das Fischpot liegt in Shermans im Norden der Westküste oberhalb von Spidestown direkt am Meer – in einem Fort aus dem achzehnten Jahrhundert!

00:28:20: Hier zaubert Christophe Poupardin.

00:28:23: Auf der offenen Terrasse stehen Fisch- und Meeresfrüchte im Mittelpunkt, vom Tagesfang bis Mahi-Mahi.

00:28:29: Dazu kommen lokale Gewürze und ein Blick über die Bucht bei Sonnenuntergang.

00:28:34: Das Restaurant La Cabanne liegt direkt am Batts Rock Beach an Barbados südlicher Westküste.

00:28:40: Es ist der Geheimtipp für einen traumhaften Sonnenuntergang.

00:28:44: Im offenen Strandrestaurant treffen karibische Aromen auf Militeraneinflüsse.

00:28:50: Fisch und lokale Zutaten spielen im Lackaban eine wichtige Rolle.

00:28:54: Gegessen wird unter Bäumen mit Blick aufs Meer, ein DJ legt auf – ab und an wird sogar einen Heiratsantrag gemacht!

00:29:03: Wenn Barbados am Abend langsam in die Nacht eintaucht beginnt ein weiteres hier gewöhnliches Schauspiel.

00:29:10: Das Geräusch von guten Gesprächen und klingenden Gläsern trifft auf Meeresrauschen und dem Säuseln der Blätter.

00:29:18: Barbados ist eben so viel mehr als Sonne und Strand.

00:29:23: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:29:25: Wir hoffen, wir konnten Ihnen Lust auf Barbados machen... ...und Sie zu einer Reise auf die karibische Insel inspirieren.

00:29:31: Mehr spannende Geschichten- und Reisetipps finden sie in der aktuellen Ausgabe von Meine Reise Erhältlich bei Ihrem teilnehmenden Reisebüro Bis zur nächsten Folge von Urlaub zum Hören.

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